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  #1  
michael
Alt 16.12.2009, 22:10
Beiträge: n/a
Ausrufezeichen Welches OS für Fileserver?

Hallo,

hier mal die Anforderungen im Überblick:
  • max. 10 User
  • anfangs etwa 5TB, in Zukunft Ausbau auf ~10TB
  • Verschlüsselung, Backups
  • Daten HDDs sollen extern gelagert und per LAN erreichbar sein
Hatte ursprünglich Truecrypt in ner Windows Server Umgebung in Planung, wurde aber nun auf LUKS / dmcrypt hingewiesen.

Würde derartiges per FreeOTFE in einer Windows Umgebung Sinn machen, oder wäre eine "reine" Lösung a la Linux/FreeBSD o.ä. hier besser geeignet?

Vorallem Kosten und Angriffssicherheit würden wohl gegen Windows sprechen.

Danke schonmal.
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  #2  
Adrenalize Adrenalize ist offline
Why so serious?
Alt 16.12.2009, 23:46
Benutzerbild von Adrenalize
Registriert seit:
31.07.2001
Ort: Arkham Asylum
Beiträge: 6.886
Standard AW: Welches OS für Fileserver?

für so always-on-Server sind natürlich FreeBSD bzw. hier wohl NetBSD keine schlechte Wahl, aber auch eine oldschool-Linux-Variante geht, Debian stable zum Beispiel.

Wobei der Windows Server 2003 (oder was das ist) bei uns in der Arbeit meines Wissens auch nie neu gestartet wird und nach wie vor alles macht, was er soll.

Ist letztlich wohl auch eine Glaubensfrage, aber zumindest für einen schlanken Fileserver würde ich zu Linux / Unix tendieren. Da kann man sich das ganze Desktop Gedöns sparen und hat trotzdem ein multiuser system.
__________________
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I believe what doesn't kill you simply makes you... stranger.
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  #3  
michael
Alt 19.12.2009, 04:06
Beiträge: n/a
Standard AW: Welches OS für Fileserver?

Zitat:
Zitat von Adrenalize Beitrag anzeigen
für so always-on-Server sind natürlich FreeBSD bzw. hier wohl NetBSD keine schlechte Wahl, aber auch eine oldschool-Linux-Variante geht, Debian stable zum Beispiel.

Wobei der Windows Server 2003 (oder was das ist) bei uns in der Arbeit meines Wissens auch nie neu gestartet wird und nach wie vor alles macht, was er soll.

Ist letztlich wohl auch eine Glaubensfrage, aber zumindest für einen schlanken Fileserver würde ich zu Linux / Unix tendieren. Da kann man sich das ganze Desktop Gedöns sparen und hat trotzdem ein multiuser system.

wie gesagt denke ich dass ich mit einer Linux/Unix-Variante weniger möglichen Angriffen ausgesetzt sein werde, daher wollte ich mir Win verkneifen.
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  #4  
micamd micamd ist offline
Erfahrener Benutzer
Alt 19.12.2009, 17:31
Benutzerbild von micamd
Registriert seit:
23.05.2003
Beiträge: 1.848
Standard AW: Welches OS für Fileserver?

Hallo,

mal noch ne Frage: In welchem Umfeld soll das stehen?
Also wird das in einer Produktivumgebung geschäftlich gebraucht, wo Ausfälle bzw. Nichterreichbarkeit ein absolutes No-go sind?

Oder nur privat zu Hause, wo nicht auf Teufel komm raus 99,99%ige Uptime garantiert werden muss?


Ich betreibe privat einen "Fileserver", bis gestern lief der mit XP Pro SP3.
Nachteil: Es sind nur 10 gleichzeitige SMB-Verbindungen möglich, aber das war meistens kein Problem.
Seit heute läuft der mit Windows 7, Vorteil einer "nicht-Win-Server-Edition": Es laufen handelsübliche AV-Scanner drauf, also auch die "Personal-Editions".


Als Hardware ist Zeug von der Stange eingebaut, also kein ECC-RAM, ohne redundanten Netzteil, keine Wechselrahmen für die Hdds....


Das Argument mit den Angriffen würde ich jetzt nicht allzu hoch ansetzen - ein regelmäßig gepatchter Win-Server gepaart mit schwierigen Passwörtern ist doch als halbwegs sicher zu bezeichnen.
__________________

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  #5  
michael
Alt 20.12.2009, 11:37
Beiträge: n/a
Standard AW: Welches OS für Fileserver?

Zitat:
Zitat von micamd Beitrag anzeigen
Hallo,

mal noch ne Frage: In welchem Umfeld soll das stehen?
Also wird das in einer Produktivumgebung geschäftlich gebraucht, wo Ausfälle bzw. Nichterreichbarkeit ein absolutes No-go sind?

Oder nur privat zu Hause, wo nicht auf Teufel komm raus 99,99%ige Uptime garantiert werden muss?


Ich betreibe privat einen "Fileserver", bis gestern lief der mit XP Pro SP3.
Nachteil: Es sind nur 10 gleichzeitige SMB-Verbindungen möglich, aber das war meistens kein Problem.
Seit heute läuft der mit Windows 7, Vorteil einer "nicht-Win-Server-Edition": Es laufen handelsübliche AV-Scanner drauf, also auch die "Personal-Editions".


Als Hardware ist Zeug von der Stange eingebaut, also kein ECC-RAM, ohne redundanten Netzteil, keine Wechselrahmen für die Hdds....


Das Argument mit den Angriffen würde ich jetzt nicht allzu hoch ansetzen - ein regelmäßig gepatchter Win-Server gepaart mit schwierigen Passwörtern ist doch als halbwegs sicher zu bezeichnen.
ist für den privaten Gebrauch bestimmt - Ausfälle sind überlebbar, müssen jedoch nicht sein.

Wenn man nicht unbedingt via MSDNAA o.ä. an eine Win-Server Lizenz kommt ist ein regelmäßig gepatchter Win-Server nicht gerade ein günstiger Weg, hier sind freie Systeme
imho wohl auch im Vorteil.
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  #6  
micamd micamd ist offline
Erfahrener Benutzer
Alt 20.12.2009, 15:39
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Registriert seit:
23.05.2003
Beiträge: 1.848
Standard AW: Welches OS für Fileserver?

Zitat:
Zitat von michael Beitrag anzeigen
ist für den privaten Gebrauch bestimmt - Ausfälle sind überlebbar, müssen jedoch nicht sein.

Wenn man nicht unbedingt via MSDNAA o.ä. an eine Win-Server Lizenz kommt ist ein regelmäßig gepatchter Win-Server nicht gerade ein günstiger Weg, hier sind freie Systeme
imho wohl auch im Vorteil.
Da habe ich mich nicht genau genug ausgedrückt - mit Win-Server meinte ich einen Server, welcher unter Windows läuft, aber keine "Server-Edition" von Windows.

Also zb. einen Sever, der unter Win7 Ultimate läuft.
Dies ist einigermaßen günstig, halbwegs sicher (wenn aktuell gehalten).

Für Linux als OS bräuchtest du mit Sicherheit ein paar Vorkenntnisse
__________________

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  #7  
michael
Alt 20.12.2009, 20:10
Beiträge: n/a
Standard AW: Welches OS für Fileserver?

Zitat:
Zitat von micamd Beitrag anzeigen
Da habe ich mich nicht genau genug ausgedrückt - mit Win-Server meinte ich einen Server, welcher unter Windows läuft, aber keine "Server-Edition" von Windows.

Also zb. einen Sever, der unter Win7 Ultimate läuft.
Dies ist einigermaßen günstig, halbwegs sicher (wenn aktuell gehalten).

Für Linux als OS bräuchtest du mit Sicherheit ein paar Vorkenntnisse

bin lernwillig

eben wegen der großen Verbreitung von Win-"Desktops" hab ich das Argument größere Sicherheit bzgl. Linux/Unix herangezogen, selbiges dürfte auch um einiges schlanker sein als gerade Win7 beispielsweise.
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  #8  
MSfree MSfree ist offline
Erfahrener Benutzer
Alt 22.12.2009, 10:03
Benutzerbild von MSfree
Registriert seit:
14.07.2001
Beiträge: 13.358
Standard AW: Welches OS für Fileserver?

OK, wenn du mich schon fragst, was ich dir empfehlen würde:

Grundsätzlich würde ich jedem zuerst zu dem System raten, das er am besten kennt. Da nun auch klar ist, daß es sich "nur" um den typischen Heimserver handelt, kann man die Meßlatte auch deutlich niedriger ansetzen.

Deine 10 Nutzer werden wohl kaum alle gleichzeitig und dauerhaft auf dem "Server" rumschruppen sondern vielleicht mal 1-2 MByte am Tag transferieren. Die Beschränkung auf 5 gleichzeitig reinkommende TCP/IP-Verbindungen, die du mit Windows-XP/Vista/W7-Home hättest, wären also eher unproblematisch. Alternativ kann man auch XP-Pro oder Vista/W7-Business/Ultimate nehmen, dann sind es 10 parallele TCP/IP-Verbindungen. Unbeschränkt ist lediglich Windows-200x-Server.

Linux ist natürlich eine Alternative, die in einigen Aspekten Windows überlegen ist.
  • Man hat zuerst einmal überhaupt keinen kastrierten Netzwerkstack, der nur 5-10 reinkommende Verbindungen erlaubt, sondern einen völlig unlimitierten. Die Anzahl der Clients und die Anzahl der geöffneten Dateien pro Client spielen also keine Rolle.
  • Du kannst problemlos uralte Hardware recyclen. Selbst ein alter P-III/500 mit 128MB RAM kann noch gute Dienste als Dateiserver leisten. (OK, eine GBit-Netzwerkkarte auf PCI-Bus ist nicht so der Bringer).
  • Mir sind keine Linuxviren bekannt und Windowsviren funktionieren unter Linux nicht.
  • Weitere Serverdienste sind ohne Lizenzkosten verfügbar (IMAP, SMTP, DHCP, DNS, HTTP...)
  • Für den Fernzugriff über das Internet bringt Linux diverse VPN-Lösungen (IPSec, PP2P, OpenVPN, OpenSwan...) und SSH mit entsprechend starker Verschlüsselung gleich mit.
  • Es kostet zwar Nerven aber kein Geld.

Der Sicherheitsaspekt ist so eine Sache. Ein schlecht konfiguriertes Linux. das jeden Mist an verfügbaren Diensten (Telnet, FTP, uPNP) nach aussen offen hat, ist nicht sicherer als Windows. Dein Heimserver wird aber wohl hinter einem Router stehen. Wenn du den also nicht als exposed Host (viele Billigrouter nennen das leider auch DMZ) im Router einträgst, spielt die Sicherheit des OS erstmal eine untergeordnete Rolle. Oder kannst du den anderen Mitbenutzern nicht trauen?
__________________
If it ain't broken, don't try to fix it
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  #9  
michael
Alt 25.12.2009, 02:52
Beiträge: n/a
Standard AW: Welches OS für Fileserver?

Zitat:
Zitat von MSfree Beitrag anzeigen
OK, wenn du mich schon fragst, was ich dir empfehlen würde:

Grundsätzlich würde ich jedem zuerst zu dem System raten, das er am besten kennt. Da nun auch klar ist, daß es sich "nur" um den typischen Heimserver handelt, kann man die Meßlatte auch deutlich niedriger ansetzen.

Deine 10 Nutzer werden wohl kaum alle gleichzeitig und dauerhaft auf dem "Server" rumschruppen sondern vielleicht mal 1-2 MByte am Tag transferieren. Die Beschränkung auf 5 gleichzeitig reinkommende TCP/IP-Verbindungen, die du mit Windows-XP/Vista/W7-Home hättest, wären also eher unproblematisch. Alternativ kann man auch XP-Pro oder Vista/W7-Business/Ultimate nehmen, dann sind es 10 parallele TCP/IP-Verbindungen. Unbeschränkt ist lediglich Windows-200x-Server.

Linux ist natürlich eine Alternative, die in einigen Aspekten Windows überlegen ist.
  • Man hat zuerst einmal überhaupt keinen kastrierten Netzwerkstack, der nur 5-10 reinkommende Verbindungen erlaubt, sondern einen völlig unlimitierten. Die Anzahl der Clients und die Anzahl der geöffneten Dateien pro Client spielen also keine Rolle.
  • Du kannst problemlos uralte Hardware recyclen. Selbst ein alter P-III/500 mit 128MB RAM kann noch gute Dienste als Dateiserver leisten. (OK, eine GBit-Netzwerkkarte auf PCI-Bus ist nicht so der Bringer).
  • Mir sind keine Linuxviren bekannt und Windowsviren funktionieren unter Linux nicht.
  • Weitere Serverdienste sind ohne Lizenzkosten verfügbar (IMAP, SMTP, DHCP, DNS, HTTP...)
  • Für den Fernzugriff über das Internet bringt Linux diverse VPN-Lösungen (IPSec, PP2P, OpenVPN, OpenSwan...) und SSH mit entsprechend starker Verschlüsselung gleich mit.
  • Es kostet zwar Nerven aber kein Geld.
Der Sicherheitsaspekt ist so eine Sache. Ein schlecht konfiguriertes Linux. das jeden Mist an verfügbaren Diensten (Telnet, FTP, uPNP) nach aussen offen hat, ist nicht sicherer als Windows. Dein Heimserver wird aber wohl hinter einem Router stehen. Wenn du den also nicht als exposed Host (viele Billigrouter nennen das leider auch DMZ) im Router einträgst, spielt die Sicherheit des OS erstmal eine untergeordnete Rolle. Oder kannst du den anderen Mitbenutzern nicht trauen?

ansich schon, Paranoia spielt da wohl auch mit. ^^ Hinter dem Router soll in Zukunft zusätzlich eine HW-Firewall ala ipcop o.ä laufen.


Für den Funktionsumfang eines Win-200x Server Betriebssystems, ohne die dafür nötigen Kosten, investiere ich gern ein paar Nerven.

Betriebssysteme wie FreeNAS wären in Sachen Ausbau (weitere, etwaige Dienste in Zukunft hinzufügen) wohl zu "beschränkt" oder? Was würde sich hierzu denn besser eignen?

Wie stehst du denn *BSD gegenüber?
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  #10  
MSfree MSfree ist offline
Erfahrener Benutzer
Alt 25.12.2009, 14:44
Benutzerbild von MSfree
Registriert seit:
14.07.2001
Beiträge: 13.358
Standard AW: Welches OS für Fileserver?

Zitat:
Zitat von michael Beitrag anzeigen
Hinter dem Router soll in Zukunft zusätzlich eine HW-Firewall ala ipcop o.ä laufen.
ipcop ist keine HW-Firewall sondern auch "nur" ein Linux, allerdings mit vorkonfigurierten iptables-Regeln und mit Web-Konfiguration. Ich würde aber den Router ganz rauswerfen oder zum DSL-Modem degradieren und Routing und Firewall mit einem unter Linux laufenden PC machen.
Zitat:
Betriebssysteme wie FreeNAS wären in Sachen Ausbau (weitere, etwaige Dienste in Zukunft hinzufügen) wohl zu "beschränkt" oder?
Auch FreeNAS ist "nur" ein Linux, das halt nur die Software installiert hat, die zum Betrieb eines Dateiservers nötig ist. Meiner Meinung kann man alles, was diese "angepaßten" Linuxe machen, auch mit einer universellen Distribution wie OpenSuSE, Fedore, Debian oder Ubuntu erreichen. Auch ein Ubuntu kann man ohne GUI installieren und als Server laufen lassen.
Zitat:
Wie stehst du denn *BSD gegenüber?
BSD ist ein unixoides OS, das Linux in vielen Dingen sehr ähnlich ist. Das komplette Userland ist sogar identisch, KDE, Samba, Gnome, X11, SSH etc. gibt es hier wie dort und wird sogar aus den gleichen Quellen kompiliert. Ansonsten hatte ich selbst noch kein BSD im Einsatz, kann also kein weiteres Urteil dazu abgeben.
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